Betriebsbesuch bei der HALL AG: Regionale Energieversorgung aus nächster Nähe
Energie aus der Region: Wasserkraft und Wärmeversorgung im Fokus
Im Rahmen eines Betriebsbesuchs bei der HALL AG erhielten Wirtschaftsbund Bezirksobfrau und Landesrätin Cornelia Hagele und Bezirksgeschäftsführer Thomas Schoblocher einen umfassenden Einblick in die regionale Energieversorgung. Auf dem Programm standen das Kraftwerk Volders sowie das Biomasse-Heizkraftwerk in Hall in Tirol.
Erste Station war das Kraftwerk Volders, das bereits 1966 errichtet wurde und heute das größte Wasserkraftwerk der HALL AG ist. Das Laufkraftwerk mit Tagesspeicher nutzt das Wasser des Voldertalbaches und erzeugt jährlich rund 33 Millionen Kilowattstunden Strom. Damit können laut HALL AG rechnerisch rund 10.000 Haushalte versorgt werden. Die Anlage verfügt über eine Engpassleistung von 6.880 kW und arbeitet mit zwei Peltonturbinen.
Anschließend führte der Besuch zum Biomasse-Heizkraftwerk in Hall. Dort werden Wärme und elektrischer Strom miteinander gekoppelt erzeugt. Die bei der Verbrennung von Biomasse entstehende Energie wird zur Stromproduktion und gleichzeitig für die Wärmeversorgung von Haushalten und Betrieben genutzt. Über das Fernwärmenetz gelangt das erhitzte Wasser zu den angeschlossenen Abnehmern und anschließend wieder zurück ins Heizwerk.
Die HALL AG ist darüber hinaus Partner der Wärmeschiene Innsbruck–Wattens, über die Wärme aus unterschiedlichen regionalen Quellen für den Tiroler Zentralraum nutzbar gemacht wird.
Bezirksobfrau und Landesrätin Cornelia Hagele betonte beim Besuch die Bedeutung regionaler Energieinfrastruktur:
Anlagen wie jene der HALL AG zeigen sehr anschaulich, wie regionale und erneuerbare Energieversorgung in der Praxis funktioniert. Wasserkraft, Biomasse und moderne Wärmenetze leisten einen wichtigen Beitrag zu einer verlässlichen Energieversorgung. Gleichzeitig bleibt die Wertschöpfung in der Region. Gerade für unsere Betriebe ist eine leistungsfähige und sichere Energieinfrastruktur ein entscheidender Standortfaktor.“
Der Betriebsbesuch bot Gelegenheit, sich direkt mit den Verantwortlichen der HALL AG über die technischen Abläufe, aktuelle Herausforderungen und die Weiterentwicklung der regionalen Energieversorgung auszutauschen.
