Klartext im Oberland: Schultz und Mattle beim traditionellen Weißwurstessen des Wirtschaftsbundes
Thaler, Schultz und Mattle diskutierten mit über 130 Unternehmerinnen und Unternehmern über Kammerreform, Standort und die Zukunft der Tiroler Wirtschaft
Über 130 Unternehmerinnen und Unternehmer kamen heute zum traditionellen Weißwurstessen der Wirtschaftsbund-Bezirksgruppen Imst und Landeck ins Autohaus Goidinger nach Imst. Mit Landesobfrau Barbara Thaler, WKÖ- und Wirtschaftsbundpräsidentin Martha Schultz sowie Landeshauptmann Anton Mattle standen drei starke Stimmen im Mittelpunkt. Statt langer Sonntagsreden ging es um Klartext zu jenen Fragen, die Tirols Betriebe aktuell beschäftigen: Wettbewerbsfähigkeit, Reformen, Fachkräfte und eine schlagkräftige Interessenvertretung.
Starke Tiroler Stimme in Wien
„Gemeinsam mehr erreichen – genau das macht den Wirtschaftsbund aus: Unternehmerinnen und Unternehmer, die zusammenhalten und gemeinsam etwas bewegen“, betonte Landesobfrau Barbara Thaler mit Blick auf die volle Halle und die zahlreich erschienenen Ehrengäste. Besonders hob sie dabei die Bedeutung einer starken Tiroler Stimme in Wien hervor: „Manchmal braucht es in Wien einfach eine Tirolerin, die Klartext spricht, Dinge anpackt und auch dann Haltung zeigt, wenn es unbequem wird. Mit Martha haben wir genauso eine starke Stimme an der Spitze der österreichischen Wirtschaftsvertretung“, so Thaler.
Kammerreform: Erste Schritte gesetzt
„Wir sind mitten in einem umfassenden Reformprozess der Wirtschaftskammer und die ersten konkreten Schritte sind gesetzt: Wir verschlanken Strukturen, bauen Doppelgleisigkeiten ab und reduzieren den Personalstand. Gleichzeitig senken wir schrittweise die Kammerumlage 2 und werden unsere Mitgliedsbetriebe ab 2030 österreichweit nachhaltig um 100 Millionen Euro jährlich entlasten. Aber Reform nach innen ist nur die eine Seite. Genauso wichtig ist mir eine Interessenvertretung, die nach außen wieder deutlich hörbarer wird. Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen jemanden, der für ihre Anliegen kämpft, Klartext spricht und auch den Mut hat, Nein zu sagen, wenn politische Vorhaben unseren Betrieben schaden“, betont Schultz.
Investitionen in den Wirtschaftsstandort
Landeshauptmann Anton Mattle rückte zwei zentrale Maßnahmen für den Wirtschaftsstandort in den Fokus. Mit dem neuen Recht auf Kinderbildung und Kinderbetreuung stärkt Tirol die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gleichzeitig investiert das Land bis 2035 rund 200 Millionen Euro in die Modernisierung der Fachberufsschulen und Landesberufsschülerheime. „Ein starker Wirtschaftsstandort braucht gute Rahmenbedingungen – von verlässlicher Kinderbetreuung bis hin zu einer modernen und hochwertigen Berufsausbildung. Genau dort investieren wir“, so Mattle.
Direkter Austausch im Oberland
Für die beiden Bezirksobleute Bernhard Schöpf und Michael Gitterle lebt das traditionelle Weißwurstessen von der Verbindung aus politischem Input und direktem Austausch. „Unsere Aufgabe als Wirtschaftsbund ist es, nahe bei den Betrieben zu sein, zuzuhören und ihre Anliegen weiterzutragen. Genau dafür schaffen wir hier im Oberland eine Plattform“, betont Schöpf. Gitterle ergänzt: „Wenn über 130 Unternehmerinnen und Unternehmer zusammenkommen und ohne Umwege mit den politischen Entscheidungsträgern diskutieren können, dann zeigt das, was unser Netzwerk ausmacht: direkter Kontakt auf Augenhöhe, kurze Wege und eine starke Stimme für die regionale Wirtschaft.“
Nach dem politischen Teil wurde bei Weißwürsten und zahlreichen persönlichen Gesprächen weiterdiskutiert. Ein besonderer Dank galt Gastgeber Michael Goidinger und seinem Team vom Autohaus Goidinger für die Gastfreundschaft.
Fotos: Bastian Fettinger & VP/Matt
