Tirol übernimmt Verantwortung und setzt auf ein zukunftsorientiertes Doppelbudget

17.12.2025

Doppelbudget 2026/27 ohne neue Schulden – gezielte Investitionen, klare Entlastung für Gemeinden und strukturelle Reformen im Sozialbereich

Der Tiroler Wirtschaftsbund begrüßt den klaren finanzpolitischen Kurs, den VP-Landtagsabgeordneter Peter Seiwald in seiner Generalrede zum Doppelbudget 2026/2027 heute im Landtag dargelegt hat. Tirol legt als einziges Bundesland ein Budget ohne Nettoneuverschuldung vor und übernimmt damit Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.

„Ein ausgeglichenes Budget ist kein Sparkurs – es ist Anstand gegenüber unseren Kindern“, betont Seiwald. Schulden seien keine abstrakten Zahlen, sondern verschobene Verantwortung. Tirol wähle daher bewusst einen Weg, der Generationengerechtigkeit und politische Handlungsfähigkeit sicherstelle. Gleichzeitig investiert das Land trotz strikter Budgetdisziplin in den Jahren 2026 und 2027 rund 1,2 Milliarden Euro in zentrale Zukunftsbereiche – darunter leistbares Wohnen, Bildung und Kinderbetreuung, Gesundheit, Gemeindestrukturen sowie Wirtschaft, Forschung und Innovation.

Einen besonderen Stellenwert misst Seiwald den Investitionen in die Gemeinden bei. Der Tiroler Gemeinde-Investitionsfonds mit einem Volumen von 200 Millionen Euro stößt Investitionen von rund 400 Millionen Euro an, schafft eine regionale Wertschöpfung von knapp 190 Millionen Euro in Tirol und sichert 1.674 Jahresarbeitsplätze im Land. „Gemeinden sind jene Orte, an denen Investitionen unmittelbar wirken, regionale Wirtschaftskreisläufe stärken und Lebensqualität sichern“, so Seiwald.

Im Sozialbereich setzt das Doppelbudget auf eine notwendige Kurskorrektur. Allein im Jahr 2025 tragen die Tiroler Gemeinden rund 253 Millionen Euro an Sozialausgaben über das Sozialpaktum. Von 2024 auf 2025 stiegen diese Ausgaben um nahezu acht Prozent – das entspricht rund 18 Millionen Euro zusätzlich. Ab 2026 greift nun eine Ausgabenbremse des Landes, wodurch die Steigerungen deutlich geringer ausfallen als in den vergangenen Jahren. Wäre die bisherige Dynamik fortgeführt worden, hätten die Gemeinden allein 2026 mit Mehrkosten von rund 20 Millionen Euro rechnen müssen. Diese Belastung kann durch den strikten Budgetkurs vermieden werden. Zusätzlich bringt die erste Teil-Novelle der Tiroler Mindestsicherung jährliche Einsparungen von insgesamt rund 6,3 Millionen Euro, wovon 2,2 Millionen Euro pro Jahr direkt die Gemeinden entlasten. „Es wird nicht bei den Menschen gespart, sondern bei Strukturen, die in den vergangenen Jahren unkontrolliert gewachsen sind. Das ist soziale Verantwortung gegenüber Land und Gemeinden“, stellt Seiwald klar.

Tirol profitiert dabei von einer stabilen Ausgangslage: niedrige Pro-Kopf-Verschuldung, robuste wirtschaftliche Entwicklung und eine leistungsfähige Infrastruktur – vom öffentlichen Verkehr bis hin zu Glasfaserleitungen bis in die hintersten Täler. „Diese Stabilität ist kein Zufall, sondern das Ergebnis klarer politischer Prioritäten“, betont Seiwald. Für den Tiroler Wirtschaftsbund ist das Doppelbudget mehr als ein Zahlenwerk: Es verbindet Stabilität mit Investitionen, Disziplin mit Entwicklung und Verantwortung mit Gestaltung. „Tirol kann sparen und investieren. Tirol kann sozial sein und wirtschaftlich vernünftig handeln. Dieses Doppelbudget ist der richtige Weg – aus Verantwortung für unser Land und die kommenden Generationen“, so Seiwald abschließend.

Peter Seiwald
Abgeordneter zum Tiroler Landtag
Wirtschaftsbund Bezirksobmann Kitzbühel

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