Wirtschaftsparlament: unsere Anträge

03.06.2026

Das Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Tirol ist das zentrale Gremium für die strategische Ausrichtung der Wirtschaftspolitik in Tirol. Die Vollversammlung der Wirtschaftskammer tagt zweimal jährlich.

Funktionärinnen und Funktionäre aus allen Branchen kommen hier zusammen, um über wichtige wirtschaftspolitische Anliegen zu beraten und gemeinsam Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zu erarbeiten. Darüber hinaus werden in diesem Gremium auch die finanziellen Angelegenheiten, vom Voranschlag bis zum Rechnungsabschluss, behandelt.

Wie es sich für ein Parlament gehört, wird in den Sitzungen auch über politische Anträge der im Wirtschaftsparlament vertretenen Fraktionen abgestimmt. Diese Anträge bestimmen die Kursrichtung der gesamten gesetzlichen Interessenvertretung.

Der Wirtschaftsbund ist die stärkste wirtschaftspolitische Kraft in der Tiroler Wirtschaftskammer. Unsere zahlreichen engagierten Funktionärinnen und Funktionäre setzen sich konsequent für die Interessen der Tiroler Unternehmerinnen und Unternehmer ein. Unser Ziel ist klar: Wir kämpfen für weniger Bürokratie, mehr Anerkennung von Leistung und eine Politik, die die Anliegen der Wirtschaft ernst nimmt. Eure Anliegen sind unser Antrieb.

Unsere Anträge für die Sitzung im Juni 2026:

Betriebe entlasten – nationale CO₂-Bepreisung bis zum EU-ETS 2 aussetzen

Mit dem Antrag zur Aussetzung der nationalen CO₂-Bepreisung fordern wir eine spürbare Entlastung für Betriebe und Haushalte. Ziel ist es, zusätzliche nationale Belastungen zu vermeiden und den Standort Österreich bis zu einer europaweit einheitlichen Regelung wirtschaftlich zu stärken.

Nacht-60er abschaffen – moderne Regeln statt überholter Tempolimits

Mit dem Antrag zur Abschaffung des Nacht-60ers setzen wir uns für moderne, sichere und wirtschaftlich vernünftige Verkehrsregeln ein. Ziel ist es, den Güterverkehr effizienter zu machen, Betriebe zu entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Tirol zu stärken.

EU-Entgelttransparenzrichtlinie: Bürokratie statt Wirkung – Umsetzung aussetzen, Gold Plating verhindern
(gemeinsamer Antrag)

Mit dem Antrag zur EU-Entgelttransparenzrichtlinie setzen wir uns für eine praxistaugliche, rechtssichere und wirtschaftsverträgliche Umsetzung ein. Ziel ist es, zusätzliche Bürokratie, Rechtsunsicherheit und Belastungen für Betriebe zu vermeiden – ohne das Anliegen fairer Bezahlung infrage zu stellen.

Maßnahmen zur Vermeidung einer neuen Lohn-Preis-Spirale
(gemeinsamer Antrag)

Mit dem Antrag zur Vermeidung einer neuen Lohn-Preis-Spirale fordern wir Entlastungen bei den Lohnnebenkosten und eine wettbewerbsorientierte Lohnpolitik. Ziel ist es, Beschäftigung, Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Tirol langfristig abzusichern.

Unsere Anträge für die Sitzung im November 2025:

Mehr Markt, weniger Staat – Staatsquote unter 50 % bis 2030

Mit dem Antrag zur Senkung der Staatsquote setzen wir uns für mehr Eigenverantwortung, Effizienz und unternehmerische Freiheit ein. Ziel ist ein schlanker, leistungsorientierter Staat, der Rahmenbedingungen schafft statt bremst – für mehr Wachstum, Innovation und Wohlstand in Österreich.

Fairness ist keine Krankheit – Reformen für ein gerechtes System

Mit dem Antrag zur Fairness im Krankenstandssystem fordern wir gerechte Regeln, Entlastung für Betriebe und konsequente Betrugsbekämpfung. Unser Ziel: ein solidarisches System, das Eigenverantwortung stärkt, Missbrauch verhindert und Fairness für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen sicherstellt.

Mehr Arbeitsstunden, mehr Wachstum – Potenziale besser nutzen

Mit dem Antrag zur Stärkung der Arbeitsleistung fordern wir gezielte Anreize und flexible Rahmenbedingungen, damit mehr tatsächliche Arbeitsstunden geleistet werden können. So sichern wir Beschäftigung, steigern die Wettbewerbsfähigkeit und stärken die Finanzierungsbasis unserer Sozialsysteme.

Vier konkrete Forderungen für mehr Flexibilität

Mit diesem Antrag setzen wir uns für moderne und praxisnahe Arbeitszeitregelungen ein – von flexibleren Ruhezeiten bis zur Viertagewoche für Lehrlinge. Ziel ist ein Arbeitsrecht, das den Bedürfnissen von Betrieben und Beschäftigten im digitalen Zeitalter gerecht wird.

Stärkung der Wirtschafts- und Finanzbildung an Österreichs Schulen

Mit dem Antrag zur Wirtschafts- und Finanzbildung fordern wir ein eigenes Schulfach, das junge Menschen fit für wirtschaftliche Entscheidungen macht. Finanzkompetenz und unternehmerisches Denken sollen früh vermittelt werden – für Eigenverantwortung und Zukunftschancen.

Zukunftsstrategie für die Polytechnischen Schulen in Tirol

Mit dem Antrag zur Stärkung der PTS fordern wir eine landesweite Qualitätsstrategie, moderne Infrastruktur und attraktive Fachbereiche. Ziel ist, die PTS als zentralen Baustein der Fachkräfteausbildung zu sichern und zukunftsfit weiterzuentwickeln.

Zeitgerechtes Wording für die duale Ausbildung

Mit dem Antrag zur Modernisierung des Berufsausbildungsgesetzes fordern wir ein zeitgemäßes, wertschätzendes Wording für die duale Ausbildung. Begriffe wie „Young Professional“ statt „Lehrling“ sollen das hohe Qualifikationsniveau und die Bedeutung der Lehre sichtbar machen.

Unsere Anträge für die Sitzung im Mai 2025:

Tirol braucht einen Aufschwung – Gemeinsam aus der Krise in eine starke wirtschaftliche Zukunft

Wir setzen uns für einen starken Wirtschaftsstandort Tirol ein. Ziel ist es, Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, Bürokratie abzubauen und Unternehmertum zu fördern.
Im Mittelpunkt stehen Mut, Zusammenhalt und Innovation – für mehr Nutzen, Nähe und Wirkung in einer zukunftsstarken Tiroler Wirtschaft.

Unsere Anträge für die Sitzung im November 2024:

Wachstumspaket für Österreich

Mit dem Antrag zum Wachstumspakt setzen wir uns für eine starke und wettbewerbsfähige Wirtschaft in Österreich ein. Ziel ist es, die Unternehmerinnen und Unternehmer zu entlasten, Innovation zu fördern und den Arbeitsmarkt leistungsorientiert zu gestalten, um langfristig Wohlstand und Zukunftschancen zu sichern. Klare Forderungen an die nächste Bundesregierung.

Weiterentwicklung der Leistungen der SVS zur Förderung gesunden Unternehmertums

Wir fordern eine gezielte Weiterentwicklung der SVS-Leistungen, um die Gesundheitsversorgung und Pensionsvorsorge für Unternehmerinnen und Unternehmer zu stärken. Dabei stehen moderne Technologien, Prävention und Flexibilität im Vordergrund, um die Lebensqualität und Absicherung der Selbstständigen nachhaltig zu verbessern.

Rede von Landesobfrau Barbara Thaler

Wirtschaftsparlament 6. November 2024:

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